Kommunikation & Altenpflege

Qualitativ hochwertige Pflege und Betreuung ist ohne entsprechende kommunikative Fähigkeiten undenkbar. Diese Erkenntnis findet unter Forschenden und Praktiker*innen immer weitere Verbreitung. In dem 2018 vom Deutschen Netzwerk für Qualitätsentwicklung in der Pflege herausgegebenen Expertenstandard "Beziehungsgestaltung in der Pflege von Menschen mit Demenz" gilt "Wissen über verbale und nonverbale Interaktions- und Kommunikationsvarianten und spezifisches Wissen hinsichtlich der Bedeutung von Interaktion und Kommunikation in der Gestaltung von Beziehungen zu und mit Menschen mit Demenz" (S. 40) als unabdingbar.

Dennoch wird den Mitarbeitenden immer wieder ein Mangel an verbaler und nonverbaler Kommunikationskompetenz nachgesagt. So heißt es in dem Ende 2010 von der Bundesregierung herausgegebenen 6. Bericht zur Lage der älteren Generation (S. 192):

"Bislang werden sprachlich-kommunikative Fähigkeiten in der Ausbildung des Pflegepersonals zu wenig systematisch vermittelt. Sprachliches Handeln wird immer noch häufig als intuitive, bei Bedarf automatisch abrufbare Fähigkeit vorausgesetzt."

Genau an diesem Punkt setze ich mit meiner Arbeit an: Zwar kann intuitives sprachliches Handeln im Einzelfall durchaus okay sein. Mit etwas praxisnahem Fachwissen gelingt die Kommunikation aber noch besser. In meinen Schulungen lernen Pflegende und Betreuende anhand vorbildlicher Beispiele aus der Praxis, respektvoll(er) mit allen Pflegebedürftigen umzugehen, und sich effektiver mit ihnen zu verständigen.